Zur politischen Flucht aus dem Landkreis Zwickau.
Zur politischen Flucht aus dem Landkreis Zwickau.
Ich bin ganz schön in die Jahre gekommen. Die gesellschaftliche Umgebung hat massivst abgehobelt. Zeitlebens. Kraft gibt Natur. Wenn ich mal dahin kann. Nicht hier im nahen Umkreis. Da ist es unheimlich. Aber in der Heimat, die nur wenige Kilometer weg ist. Mit Mischwald und dieses Jahr mit vielen Pilzen, weil die Bäume durch vorangegangene trockene Jahre geschwächt sind. Und powershoppen. Schöne Dinge sehen und gelegentlich mal Kleinigkeiten einkaufen, die nicht lebensnotwendig sind.
Ich bin froh über dieses Jahr, wo ich mich das erste Mal ein bisschen von den radikalen ARGE/ Jobcentern/Arbeitsagenturen Zwickau, Hohenstein-Ernstthal und Chemnitz erholen konnte.
Doch es sitzt immer noch im Nacken. Massivst. Denn ich weiß nicht, wie lange die Arbeitsstelle im Globus bleibt und das Geld reicht nicht mal zum Auto reparieren. Ein Fahrtweg mit dem Bus zur Arbeitsstelle dauert mehr als eine 1,5 Stunde. Mit dem Auto ist es maximal eine halbe Stunde. Ich habe noch mindestens 20 Arbeitsjahre vor mir.
Wieder ist es Samstag. Nachher beginnt die Schicht. Die Baustelle nebenan ist laut. Rundrum um den Wohnblock laufen Bauarbeiten. Habe mir Wohnungen im Heimatdorf angeschaut. Leider verursachen sie durch den fehlenden Balkon und den Treppenaufgang bei mir Platzangst. Sir Henry von Träumchen wäre dort auch nicht gut aufgehoben. Mit Angstzuständen muss ich im Heimatdorf immer wieder rechnen.
Mein Heimatwald ist wunderschön und ruhig. Dort ist schöne Luft und es ist bunt und abwechslungsreich. Ich sitze hier in LO fest. Im Landkreis Zwickau mit dem zersetzenden Jobcenter/Arbeitsamt Zwickau. Es ist eine politische und gesundheitliche Entscheidung, diesen Landkreis verlassen zu müssen. Auch wegen den Flying Monkey Staatsjuristen, die sich in ihrer Eigenartigkeit bzgl. Seriosität völlig disqualifiziert haben. Es ist sehr beängstigend gewesen in den letzten Jahren.
Es war noch nie einfach in meinem Beruf und hier. Wieder bin ich am Arbeitsplatz suchen auf verschiedenen Onlineplattformen. Mit dem Wissen, wieder Personalern Futter zu bieten und ihnen ihre Arbeitsstellen zu sichern, während ich wieder mit Ablehnungen zu leben habe und mit Ausweglosigkeit. Schade, dass es so eigenartig zugeht im Berufsleben. Ich werde zeitlebens nie ordentlich durch Deutschland reisen können und auch nicht in Länder, die ich mir gerne mal anschauen würde. Nie wird es klappen. Nie nach Lüneburg oder Lübeck oder nach Italien oder Griechenland. Nie ein schönes Zuhause ohne Platzangstgefahr oder die Gefahr erneuter Erschreckung durch Personen, deren Hormone überschwappen. Nie einen eigenen Garten und nie stabile Sozialgefüge. Das Rechtssystem in Deutschland und die Bürokratie mit den vielen Regelungen sind mir zu kompliziert.
Ich finde es enorm bedenklich, dass die Regierung die erdrückenden, Fachkraft und Mensch sein abwürgenden Maßnahmen bei Jobcenter und Arbeitsamt nicht unterbindet, sondern immer wieder über Jahrzehnte in ihrer Radikalität befeuert, anstelle stattdessen mal auf mentale Fachkraftstärkung zu schwenken. Das bräuchte Deutschland. Die Stärkung eigener Fachkräfte, die schon hier sind und hier geboren sind. Und Möglichkeiten, dass sich Fachkräfte wie ich neue Autos leisten können und ein schönes Zuhause und Gesundheit und Reisen.
Hier ist es für mich unmöglich. Auch im Hinblick auf erschreckende Erinnerungen zu vergangenen Erlebnissen, die dem gesellschaftlichen Umgang geschuldet sind, was wiederum von der Politik lenkbar gewesen wäre. Eine komische Welt ist es hier. Vielleicht bin ich aber auch die einzige komische Person, der das alles irgendwie nicht ganz so gut ins Körper-Seele-System reinpasst.
Ich bin dankbar, dass ich mich dieses Jahr vom Horror des Jobcenters Zwickau ein bisschen erholen konnte. Von den Sauereien der Staatsjuristen und der Personen, die mich mit unterschiedlichen Attacken seelisch und körperlich in den letzten Jahrzehnten frequentiert haben, habe ich mich nicht erholt. Wo ich mich als nächstes bewerbe, weiß ich nicht. Ich bin auch nicht die einzige Eingeborene, die vom hiesigen System malträtiert wurde und wird. Dessen bin ich mir bewusst. Und auch, dass es als Geningel rüber kommen könnte, was ich hier schreibe.
Doch Sie müssen das nicht lesen. Es steht Ihnen frei. Für mich ist es ein bisschen Druck und Ortsstagnation und finanzielle Unlösbarkeit von der Seele schreiben.
So sieht es zur Zeit bei mir vorm Haus aus. Viel Beton und Baustellen an drei Seiten. Dauerlärm seit 2020. Es sind kein gesunder Schlaf und keine Erholung und kein glücklich sein mit der Umgebung möglich. Die vierte Seite wird von der nebelnden Fabrik gerahmt:
Gerne würde ich auch noch mindestens einer weiteren Katze ein schönes Zuhause geben. Doch ich kann es mir finanziell nicht leisten.









